Nachhaltigkeit im Alltag

Best of / Best of Shooting
Richard Drury
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Julia Holliday
Okt. 17, 2019
Der Britische Fotograf Richard Drury hat im vergangenen Jahr an einer Vielzahl von konzeptionellen Stillleben gearbeitet und sich dabei auf zentrale Vorstellungen konzentriert, von denen wir wissen, dass unsere Kunden sie unbedingt neu darstellen wollen. Für diese jüngste Serie wollten wir Ideen und Fragestellungen rund um Nachhaltigkeit abbilden. Unser Ziel war es, Bildmaterial zu produzieren, dass grüne Vorstellungen und Umweltbewusstsein zeitgemäß interpretiert.

Nach vielen Gesprächen, in denen wir verschiedene visuelle Referenzen durchgegangen sind und unsere Vorschläge skizziert haben, hat sich Richard Drury in seinem Studio an die Arbeit gemacht. Der erste Teil der Serie besteht aus vorsichtig aufeinandergestapelten Recyclingobjekten, die oft kurz vor dem Umfallen ins Wanken geraten. Durch das Arrangieren ausgemusterter Objekte wollten wir eine neue Lebensform kreieren, die als Metapher für Wandel, Gleichgewicht und Zerbrechlichkeit steht.

Richard Drury: „Ich wollte die Schönheit im Alltäglichen, in den Wegwerfartikeln und dem Müll zeigen. Ich wollte ein Gefühl für die Balance zwischen Umwelt und Konsumverhalten transportieren.“

Die aufgetürmten ‚Gebilde‘ stellen in Frage, wie wir mit all der Verpackung umgehen, die uns täglich umgibt. Wir haben Objekte ausgewählt, die einen hohen Wiedererkennungswert haben und für eine bestimmte Branche stehen. Jedes Bild kann damit ein bestimmtes Publikum ansprechen. Mit viel Sorgfalt wurde auch auf die Farbzusammenstellung und den vorherrschenden Farbton geachtet. Die ‚Stapel‘ strahlen eine eigene Eleganz aus, eine Art Schwebezustand, die sich der Schwerkraft widersetzt.

Der zweite Teil der Serie ist weniger vieldeutig. Hier geht es um klare, grafische Studiokompositionen, die Alltagsobjekte zeigen – Einkaufstüten, Kaffeebecher, Wasserflaschen. Die Botschaft ist eindeutig und stellt dem Betrachter eine direkte Frage: „Entscheiden Sie sich für Nachhaltigkeit und Langlebigkeit oder für eine schnelle Bedürfnisbefriedigung und eine Wegwerfkultur?“
Synchrone Senioren