Boom der Nebenjobs

Trends / Wellness
Klaus Vedfelt
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Rachel Brinton Matthews
Juli 11, 2019
„Verdienen Sie ein Extragehalt ohne Ihren Job zu kündigen“ – das ist mal eine verlockende Werbung ! Einer Studie des Finanzportals Bankrate aus dem Jahr 2018 zufolge üben 37 % der Amerikaner zurzeit einen Nebenjob aus, wobei einige „Jobs“ ganz einfach gemütlich vom Sofa aus gemacht werden. Ganz klar also, warum weltweit viele auf diesen Geld bringenden Zug aufspringen. Von Reiseblogging bis hin zu Möbel‑Upcycling – mit dem Hobby Geld zu verdienen war laut Forbes noch nie so einfach.  

Eine Vielzahl an Onlinekursen zielt auf diese neue Generation von Unternehmern ab und ermächtigt sie, dem nachzugehen. Dazu zählt auch die speziell darauf ausgerichtete Side Hustle School, in der man lernt, Ideen in zusätzliches Einkommen zu verwandeln. Die Millennials gelten als erste Generation, die schlimmer dran ist als ihre Eltern. Sie nehmen Nebenjobs an, um Schul‑ oder Studiengebühren abzubezahlen und ihre Position in der zunehmenden Immobilienkrise zu stärken. Damit wird klar, dass es bei der Entscheidung für ein zusätzliches Einkommen vielleicht weniger um ein „Kann“ als um ein „Muss“ geht.

Viele scheuen sich vor der Herausforderung, neben einem ganz normalen Vollzeitjob mal eben schnell noch ein neues Business aufzuziehen – sie denken, sie müssten dafür die Beweglichkeit eines schlaflosen Oktopus an den Tag legen. Oder völlig auf ihr Privatleben verzichten! Heute aber, wo flexibles Arbeiten gleichbedeutend mit so vielen verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten ist, ist es für so viele Menschen wie noch nie zuvor machbar, ihre Aufgaben, Fertigkeiten und Netzwerkstrategien übereinanderzulegen, und von jedem erdenklichen Ort aus zu arbeiten.

Und obwohl das zusätzliche Einkommen die offensichtlichste Motivation darstellen mag, ist dieser Trend nicht alleine mit den finanziellen Möglichkeiten verknüpft. Viele Menschen bauen sich aus bewussten Gründen einen Nebenjob auf: Sie gehen damit ihrer kreativen Ader oder ihren handwerklichen Fertigkeiten nach und finden so ein Ventil, das sie in ihren gegenwärtigen Jobs vergeblich suchen. Seine Leidenschaft zum Beruf machen kann sich monetär oft günstig auswirken. Für viele aber ist es schlichtweg eine andere Möglichkeit, sich auszudrücken und Ideen freizusetzen. Ich selbst bin nebenbei Yogalehrerin und kann das definitiv unterstreichen!
Die Rückkehr der Kohlenhydrate